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Geldanlage Fehler

Die 5 größten Fehler, die du bei deiner Geldanlage vermeiden solltest

Geld wird häufig gar nicht erst angelegt, weil diffuse Ängste bremsen. Du denkst, du kennst dich damit nicht gut genug aus oder fühlst vielleicht einen inneren Widerstand. Welche Fehler du bei deiner Geldanlage tatsächlich vermeiden solltest, zeige ich dir hier.

1. Kein Geld anlegen

Kurz und schmerzlos. Den wohl größten Fehler, den du in Sachen Geldanlage machen kannst, ist: Kein Geld anlegen. Du kümmerst dich nicht darum, hast Angst davor oder keine Lust, dich mit Geldanlagen zu beschäftigen. Ich kann das nachvollziehen.

Möchtest du aber irgendwann einmal etwas auf der berühmten hohen Kante haben, hast du nur eine Option. Du musst Geld zurücklegen und anlegen. Anders geht es nicht. Kein Lottogewinn, keine Gehaltserhöhung und auch keine Erleuchtung werden dich zur Geldanlage deines Lebens führen. Du musst anfangen.

2. Alles auf eine Karte setzen

Klingt ein wenig, wie ein Spruch aus dem Casino. Vielleicht kommt der auch daher 🤷‍♀️. Wenn, dann hat das Casino ja doch ein paar kluge Weisheiten zu vermitteln. Hin wie her. Hast du den 1. Fehler überwunden, setze dann niemals dein gesamtes Geld auf eine Karte.

Was bedeutet das in der Praxis? Du gehst bitte nicht hin und setzt all dein Geld für deinen Vermögensaufbau in eine Aktie, einen Fonds, einen ETF oder eine Anleihe. Du lässt bitte auch nicht all dein Vermögen auf einem Tagesgeldkonto gammeln.

Das Zauberwort lautet hier: Streuung (oder auch Diversifikation).

Und wie machst du das?

Das magische Dreieck der Geldanlage gibt dir eine grobe Orientierung über Risiko, Verfügbarkeit und Renditemöglichkeiten verschiedener Geldanlagen.

In erster Linie sollte ein Teil deines Vermögens in Form eines Notgroschens immer verfügbar sein. (Hier habe ich bereits darüber geschrieben, wo du deinen Notgroschen anlegen kannst.). Weitere Rücklagen für spätere Ausgaben oder Anschaffungen sollten ebenfalls zeitnah verfügbar sein.

Geld, auf das du nicht angewiesen bist, kannst du für deinen Vermögensaufbau nutzen. Hier bietet sich eine Streuung über Aktien, Anleihen und ETFs oder andere Fonds an. Klar, meist beginnt man mit einer Aktie, einem ETF oder einer Anleihe. Das erklärte Ziel sollte aber immer eine Streuung über verschiedene Anlagen sein. Weshalb? Schlichtweg, um dein Risiko zu streuen. Das gilt übrigens auch für die Geldanlage deiner Kinder.

3. Deine Geldanlage für Ausgaben nutzen

Fail Nummer 3: Du entnimmst Geld aus deiner Geldanlage für Ausgaben. Solltest du daran auch nur einen Gedanken verschwenden, schlag dir bitte gedanklich selbst auf die Finger und wirf ein „Pfui, Aus“ hinterher.

Niemals.

1. Solltest du deine Geldanlage sowieso nur mit Geld realisieren, auf das du nicht angewiesen bist.

2. Stellst du dir damit selbst ein Bein, indem du den erwünschten Zinseszinseffekt deiner Geldanlage um Jahre zurückwirfst oder vielleicht sogar komplett vernichtest.

Aber wir wollen ja einen Zinseszinseffekt und wir wollen ein Vermögen. Entnimmst du ständig Geld daraus, kann dein Vermögen entweder gar nicht oder nur schwach wachsen.

4. Nicht beständig Geld zurücklegen

Wenn Streuung Silber ist, ist Beständigkeit Gold. Schön, du hast letzten Monat 400 Euro gespart. Noch besser wäre, wenn du das jeden Monat tun würdest. Es ist gar nicht so super wichtig, jeden Monat jeden Cent zusammenzukratzen, um ja maximal viel zu sparen bzw. anzulegen. Nimm dir stattdessen lieber eine entspannte Summe vor, die du kontinuierlich jeden Monat sparen und anlegen kannst.

Warum?

Rechne es dir mal durch. Legst du jeden Monat gelassen 200 Euro zur Seite, macht das im Jahr 2.400 Euro. Wenn du stattdessen versuchst, mit Ach und Krach drei Mal im Jahr je 500 Euro zusammenzukratzen, kommst du lediglich auf 1.500 Euro. Zudem – und das ist versprochen – bist du davon auch irgendwann genervt. Es bereitet viel mehr Spaß locker und ohne Druck 200 Euro zu sparen, als mit Zwang und dem Gefühl von Mangel und Entbehrung sich krampfhaft irgendwie 500 Euro aus dem Kreuz zu leiern. Auch wenn dir die 200 Euro erstmal recht klein vorkommen, werden sie die über die Zeit hinweg zu einem größerem Vermögen helfen als die „ich-kratz-manchmal-alles-zusammen“-Variante.

5. Geld irgendwo anlegen, weil das gerade alle tun

Hast du kürzlich davon gehört, wie die Gamestop-Aktie in die Höhe schoss, weil Trader aus der nunmehr berühmten Reddit-Gruppe „wallstreetbets“ gegen die Wetten von Shortsellern aktiv werden wollten? Hast du davon gehört, wie alle wie verrückt Wirecard-Aktien kauften, bis ein Bilanz-Skandal ungeahnten Ausmaßes bekannt wurde? Hast du davon gehört, die von Aktien von Tesla und Bitcoin würden derzeit durch die Decke schießen?

Weißt du was? Wenn solche Dinge in den breiten Medien publik werden, dann ist die Sache meist schon gar kein so heißes Eisen mehr. So war es bei Gamestop, bei Wirecard und auch bei Tesla und Bitcoin. Soll nicht heißen, Tesla, Bitcoin und Gamestop wären keine gute Investitionen mehr. Aber in einen dermaßen überhitzen Markt einzusteigen, weil es gerade alle tun, ist meist keine allzu gute Idee.

Was da mit dir passiert, nenn sich auch „Fomo„. Das ist die Abkürzung für Fear of missing out – die Angst, etwas zu verpassen oder ein befriedigendes Ereignis (wie bspw. rasant steigende Aktienkurse) zu verschlafen. Aus dieser reinen Sorge heraus, solltest du bestenfalls niemals handeln. Entspann dich lieber und denke über andere Optionen nach. Gute Gelegenheiten werden sich immer wieder bieten.

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