Jugendkonto – Finanzstart ins Erwachsensein

Es ist an der Zeit, dass dein geliebter Teenager endlich ein eigenes Bankkonto bekommt. Gute Entscheidung! In der Schule kommt das Thema Finanzen, Banken & Co. wenn überhaupt leider nur in super abgespeckter Form vor. Zeit, das selbst als Eltern in die Hand zu nehmen. Das Jugendkonto ist ein guter Anfang.

Jugendkonto zusammengefasst

  • Konto für Jugendliche & junge Erwachsene
  • meist von 7 bis ca. 25 Jahren führbar
  • unterschiedliche Konditionen je nach Alter, Geschäftsfähigkeit und Bedarf
  • sinnvoll für Nebenjobs, Taschengeld und Auslandsaufenthalt

Das sollte ein Jugendkonto können

Konto ist Konto und Bank ist Bank? Nope! Auch unter den Jugendkonten gibt es attraktive und weniger attraktive Kandidaten.

Beginnen wir aber mal damit, was wir uns eigentlich von so einem Jugendkonto wünschen.

Klar, das Konto sollte grundlegende Funktionen erfüllen, die man von einem Konto erwartet: Geld einzahlen, auszahlen, überweisen, horten – online oder vor Ort. Das sollte alles möglich sein – kostenfrei. Schließlich verdienen auch Jugendliche normalerweise nur wenig oder kein Geld.

  • Das Jugendkonto sollte kostenfrei in der Kontoführung sein
  • Überweisungen, Einzahlungen und Abhebungen sollten kostenfrei sein (im Inland)
  • Weiterführung des Kontos nach dem 18. Geburtstag
  • optionale (Prepaid) Kreditkarten für Auslandsaufenthalte
  • (kostenfreies) Online-Banking
  • inkludierte Debit Karte
  • bestenfalls mit Guthabenverzinsung

Gute Jugendkonten im Vergleich

Insgesamt habe ich mir in den vergangenen Monaten 128 verschiedene Jugendkonten, Kinderkonten und Konten für junge Erwachsene angesehen und verglichen. (Den Vergleich kannst du weiter unten herunterladen)

So richtig gut kommen dabei folgende Konten weg, wenn du das Konto ganz easy online eröffnen willst, dein Kind das Konto möglichst lange nutzen möchte und es relativ umfangreiche Karten- und Nutzungsoptionen geben soll.

Überzeugt dich noch nicht ganz?

Okay. Dann habe ich hier was für dich. Die 128 Konten, die ich mir für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angesehen habe, habe ich in ein PDF gepackt. Darin findest du Angebote von Direktbanken und Filialbanken. So kannst du dir jedes Konto einzeln ansehen und selbst vergleichen. Einfach anmelden und kostenlos herunterladen!

FAQ zum Jugendkonto

Was unterscheidet ein Jugendkonto von einem “normalen Girokonto”?

Die Unterschiede zwischen einem üblichen Girokonto und einem Jugendkonto sind zwar nicht so riesig, aber dennoch wichtig.

Super wichtig und beruhigend für viele Eltern: Dispo und geduldete Überziehungen sind für ein Jugendkonto in der Regel nicht vorgesehen und nicht möglich. Einerseits haben Jugendliche meist noch kein geregeltes Einkommen. Andererseits sollen Jugendliche damit vor Überschuldung geschützt werden.

Außerdem gibt es für Jugendliche unter 18 Jahren meist auch “nur” eine Prepaid Kreditkarte anstelle einer “echten” Kreditkarte. Wer mit einer “echten” Kreditkarte wedeln möchte, braucht nämlich ein geregeltes Einkommen und entsprechende Bonität.

So wird das Jugendkonto eröffnet

Solange dein Kind unter 18 Jahren alt und damit noch nicht voll geschäftsfähig ist, müsst ihr als Eltern das Konto für euren Nachwuchs eröffnen bzw. zumindest euren Unterschrift unter den Antrag setzen.

Oft geht das praktischerweise schon online. Hier und da gibt es noch Filialbanken, bei denen ihr tatsächlich vor Ort aufschlagen müsst, um ein Jugendkonto zu eröffnen. Nun ja, wenn man Lust darauf hat. Bitte. 🤷‍♀️

Schneller funktioniert die Eröffnung ohne Termin & Co. mit einem einfachen Online-Antrag und anschließender Identifizierung per Postident oder Videoident.

Und immer dran denken: sind beide Eltern erziehungsberechtigt, müssen auch beide Eltern ihren Otto unter den Antrag setzen.

Wie alt muss mein Kind sein, um ein Jugendkonto zu eröffnen?

Ich hatte es ja schon oft an anderer Stelle erwähnt, dass Kinderkonten, Schülerkonten, Taschengeldkonten und auch Jugendkonten im Grunde alle einer “Kontoart” zuzuordnen sind. Nämlich den Girokonten für Minderjährige. Von Banken werden sie jedoch unterschiedlich bezeichnet, unterschiedlich beworben und zu unterschiedlichen Konditionen angeboten.

Wie du oben im Vergleich oder im großen Jugendkonto-Vergleich siehst, können die meisten Jugendkonten schon mit 7 Jahren eröffnet werden. Wie umfangreich die Funktionen sind hängt dann wiederum von der Geschäftsfähigkeit deines Kindes ab, die gesetzlich geregelt ist.

Hier gilt:

  • bis zum 7. Lebensjahr: Geschäftsunfähigkeit
  • zwischen 7 und 18: eingeschränkte Geschäftsfähigkeit
  • ab 18: volle Geschäftsfähigkeit
  • Taschengeldparagraph regelt Geschäfte mit eigenen Mitteln

Kann ich als Elternteil die Kontonutzung einschränken?

Klar, grundlegend möglich. Der Vertrag über das Jugendkonto wird aufgrund der eingeschränkten Geschäftsfähigkeit schließlich zwischen den Eltern und der Bank für den Jugendlichen geschlossen.

Insofern ist es – je nach Bank – durchaus möglich, die Kontonutzung, Verfügungen & Co. einzuschränken. Davon abgesehen, bieten Jugendkonten bis zum 18. Lebensjahr eh nur recht eingeschränkte Möglichkeiten. Überziehungen und Dispo sind i.d.R. nicht möglich und damit eine Überschuldung meist ausgeschlossen.

Die Frage ist aber, ob eine noch striktere Reglementierung wirklich Sinn ergibt, wenn man das Kind zu einem finanziell souverän handelndem Wesen formen möchte. Oder ob die Variante “Bildung statt Reglementierung” hier angebrachter wäre.

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