Notgroschen anlegen – die 3 besten Optionen

Das Ziel für den Notgroschen steht und nun fragst du dich, wohin damit? Berechtigte Frage. Sparstrumpf? Unters Kopfkissen? In die Spardose? Oder einfach auf dem Girokonto liegen lassen? Alles keine gute Ideen.

Ich zeige dir hier 3 richtig gute Ideen, wie und wo du deinen Notgroschen anlegen kannst und sicher verwahrst.

Notgroschen anlegen auf dem Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto ist für mich immer die 1. Wahl, wenn es darum geht, einen Notgroschen zu parken.

Aber warum? Heißt es nicht, dass es man auf Tagesgeldkonten kaum noch Zinsen bekommt?

Ja, das stimmt. Aber! Tagesgeldkonten haben unschlagbare Vorteile, die die meisten anderen Konten so nicht hinbekommen:

  • dein Geld ist dort immer verfügbar (du kannst es jederzeit auf dein Referenzkonto überweisen)
  • dein Geld ist außer Sichtweite (also weg vom Girokonto, so kannst du es nicht versehentlich ausgeben)
  • dein Geld generiert zumindest minimale Guthaben-Zinsen
  • du zahlst keine (!) Gebühren für die Kontoführung
  • du kannst jederzeit easy wechseln, sobald es woanders bessere Konditionen gibt

Und weil ich oft gefragt werde: welches Tagesgeldkonto kannst du denn empfehlen? Hier die Antwort für alle:

Da sich die Zinsen nur noch minimal unterscheiden, empfehle ich die Tagesgeldkonten mit den besten Funktionen. Heißt ich bevorzuge Konten mit diesen Eigenschaften:

  • praktisches Online und Mobile Banking
  • Sparziel-Funktion oder Unterkonten-Funktion
  • Möglichkeit von Terminüberweisungen

Bislang fand ich da das Angebot von Moneyou (mit 5 Unterkonten) echt unschlagbar. Leider hat der Niedrigzins aber auch hier seine Spuren hinterlassen und das Angebot der Moneyou wird zum Jahresende eingestellt. Schade.

Demnach möchte ich an dieser Stelle noch das Tagesgeldkonto der ING* oder das der Consorsbank* empfehlen. Wofür du dich entscheidest, ist da eher Geschmackssache. Weiter unten (grüner Button) findest du einen Tagesgeldkontenvergleich mit den aktuell attraktivsten Konditionen.

Während du bei der ING noch ein weiteres Unterkonto eröffnen und deinen Notgroschen so zum Beispiel von anderen Rücklagen trennen kannst, bietet dir die Consorsbank die Einrichtung von beliebigen Sparzielen an. So kannst du die Rücklagen auf dem Tagesgeldkonto recht einfach nach Ihrem Zweck ordnen.

Einen Vergleich aktuell attraktiver Tagesgeldkonten findest du hier bei mir 👇

Kostenloses Mobiles Girokonto

Eine interessante Alternative kann aber auch ein Mobiles Girokonto sein. Das sind Konten, die man über das Smartphone eröffnet und führt.

Sie sind absolut 100% mobil und schnell zu eröffnen. Üblicherweise funktioniert die Eröffnung ganz einfach über ein Video Ident Verfahren und nach 15 Minuten ist das Konto dann auch schon nutzbar.

Hier bekommst du normalerweise dann zwar keine Zinsen auf dein Notgroschen-Guthaben, aber dafür ist der Notgroschen ebenfalls aus dem Blick und du bekommst zu den meisten kostenlosen mobilen Girokonten sogar eine VISA-Karte dazu. Wenn du das Konto als Notgroschen-Konto nutzt, ist sie natürlich nicht dazu gedacht, um erstmal schön shoppen zu gehen. Also pack sie gut weg und nutze sie nur im Super-GAU.

Achte bitte auch hier darauf, dass du nur kostenlose Konten wählst. Geld dafür zu bezahlen, dass du deinen Notgroschen auf einem Konto parkst, ist schlichtweg Unsinn, da es wegen der Inflation eh schon an Wert verliert.

Empfehlenswerte kostenlose mobile Girokonten findest du bei Vivid*, Tomorrow* oder O2 Banking*.

Unterkonto vom Girokonto

Eine dritte Option ist die Nutzung eines Unterkontos zu deinem bestehenden Girokonto. Das sollte aber unbedingt kostenfrei sein, da du sonst fürs “Notgroschen anlegen” Gebühren bezahlst.

Was mir an dieser Lösung nicht so gut gefällt?

In der Regel ist es so, dass du deine Notgroschen mit jedem Einblick in deine Girokonten-Umsätze siehst.

Warum ist das eher blöd?

Weil die Hemmschwelle sinkt, das Notgroschen-Geld doch mal für andere Dinge zu nutzen als für den Super-GAU.

Wenn du damit Schwierigkeiten hast, dann schieb das Geld lieber auf ein Konto ganz weit aus deinem Sichtfeld. Womit sich das Tagesgeldkonto oder ein gesondertes Konto (siehe oben) tatsächlich am besten eignet.

Wenn es dich eher motiviert, den Stand deines Notgroschens zu sehen, dann go for it und nutze ein Unterkonto deines Girokontos.

Gut gelöst ist das beispielsweise beim comdirect Girokonto* – dort kannst du in der Smartphone App auch aktivieren und deaktivieren, welche Konten und Unterkonten du sehen oder nicht sehen möchtest.

PS: wenn du noch nicht sicher bist, wie hoch dein persönlicher Notgroschen sein sollte, findest du hier meine » kostenlose Vorlage, um deinen individuellen Notgroschen zu berechnen.

Du hast Fragen, Tipps oder andere Ideen? Immer her damit!