Depot für Kinder – Fakten & Tipps

Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Börse, ETF – alles nur was für Rich Kids? Weit gefehlt! Neben verzinsten Kinderkonten, Tagesgeld und Festgeld, ist auch ein Wertpapierdepot für Kinder ein wichtiger Bestandteil, um für Kinder zu sparen und Vermögen für ihre Zukunft aufzubauen.

Wie ein Depot funktioniert, was du damit machst und wie du das passende Depot für deine Kinder findest, erfährst du alles hier bei mir!

Depot für Kinder zusammengefasst

  • eine Art Konto für Aktien, Anleihen und Fonds/ETFs
  • notwendig, um Wertpapiere (siehe oben) zu kaufen oder zu verkaufen
  • Depotstelle = Bank oder Fondsgesellschaft
  • Käufe, Verkäufe und Abrechnungen kosten Geld, darum kümmert sich die Depotstelle
  • Service kostet Gebühren, deswegen Depotvergleich ratsam
  • für Kinder sollten die Depotgebühren kostenlos oder minimal sein

Das ist ein Depot

Ein Depot – ob nun für dich oder für dein Kind – kannst du dir wie eine Art Konto vorstellen. Statt normaler Geldeingänge und -ausgänge werden dort aber Aktien, Anleihen, Fonds etc. verwahrt.

Bedeutet: ohne Depot keine Aktien, ohne Depot kein ETF-Sparplan, ohne Depot keine Divididenen.

Während es relativ einfach ist ein kostengünstiges bzw. passendes Depot für einen Erwachsenen zu finden, muss man bei einem Depot für Kinder schon etwas suchen.

..und dazu brauchst du es für dein Kind

Angenommen, du hast dich bereits um die Bausteine 1 und 3 aus meinem kinder.spartopf.plan gekümmert und willst nun Baustein 3 angehen. Dich endlich um die langfristige Geldanlage für dein Kind kümmern und einen oder mehrere ETF-Sparpläne einrichten.

Dann brauchst du unbedingt ein Depot für dein Kind.

Wie das funktioniert und worauf du dabei achten solltest, zeige ich dir jetzt.

Empfehlenswerte Depots für Kinder

Wirfst du einen ersten Blick auf die Depot-Angebote für Kinder, erscheinen erstmal alle kostenlos. Doch manchmal gibt es da tatsächlich einen berühmten Haken.

Entweder ist die kostenlose Depotführung nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert oder an einen permanent laufenden Sparplan gekoppelt.

Letzteres ist ja noch irgendwie in Ordnung. Wir wollen ja schließlich kontinuierlich fürs Kind sparen. Andererseits nimmt uns das ein Stück Flexibilität, wenn es doch nicht mal so rund läuft und ein paar Monate nicht in den Sparplan eingezahlt wird.

Das bedeutet dann nämlich: erfolgen keine Einzahlung, werden Depotgebühren fällig. Ist irgendwie kontraproduktiv, oder?

Und ersteres kann aufwändig und teuer werden, wenn die Depotgebühren dann doch irgendwann erhoben werden und einen Teil der Rendite schlucken.

Also, achte bei einem Depot für dein Kind immer auf:

  • Die Kosten der Depotführung und woran sie gekoppelt sind (Zeit oder Aktivitäten)
  • ob zusätzliche Mindestvoraussetzungen zutreffen müssen (bspw. Mindesteinzahlungen)
  • ob Gebühren auf andere Transaktionen erhoben werden und wie hoch diese sind (bspw. Aktien-Order)

Wie du siehst, kommt es ganz besonders darauf an, wofür du das Depot deines Kindes nutzen möchtest.

Sinnvollerweise bietet es sich an, mindestens einen ETF-Sparplan einzurichten und vielleicht noch ab und an ein paar Aktien zu kaufen, sofern du das willst.

Wenn du nur auf ETFs setzten willst, ergibt es Sinn, alle über ein Depot laufen zu lassen. So hast du einen besseren Überblick und die Verwaltung ist einfacher. Dann solltest du auch darauf achten, dass die Depotführung möglichst kostenlos ist und kannst die Order-Kosten für Trades eher unbeachtet lassen.

Wenn es dir aber wichtig ist, auch Aktien zu kaufen, sollte beides kostenmäßig stimmen. Oder du suchst dir ein Depot, das bei der Einrichtung min. eines ETF-Sparplans kostenfrei ist und richtest ein zweites Depot für dein Kind ein, bei dem die Orderkosten für Aktien besonders attraktiv sind.

Dahingehend ist mir ganz besonders das Kinderdepot der Consorsbank sympathisch, da es aktuell tatsächlich kostenlos ist.

Hier habe ich dir ein paar Depots für Kinder von bekannten Direktbanken zusammengestellt, die für dich und dein Kind infrage kommen könnten.

Kinderdepot auf den Namen der Eltern

Wie du siehst, die Auswahl eines Depots für Kinder ist nicht gerade riesig. Es gibt zwar hier und da noch ein paar Anbieter, aber wirklich attraktiv kann man die Angebote da nicht unbedingt nennen.

Deshalb könnte es sich auch anbieten, dass ihr als Eltern einfach ein Depot auf euren Namen eröffnet, aber darüber ausschließlich Aktien, Anleihen, ETFs & Co. laufen lasst, die für den Vermögensaufbau eures Kindes bestimmt sind.

Klar, ihr könnt dann nicht den Sparerpauschbetrag eures Kindes nutzen. Aber solange ihr keine Wertpapiere verkauft und damit auch keine Gewinne realisiert, gibt es ja im Grunde auch nichts zu versteuern.

Eins ist sicher. Die Auswahl möglicher Depots steigt damit um ein Vielfaches. Und wahrscheinlich findet ihr auch hier gute Angebote, ohne dass ihr zwangsweise einen Sparplan permanent laufen lassen müsst, damit das Depot kostenfrei bleibt. Einfach mal reinschauen 👇 .

Robo Advisor als Alternative zum Depot?

Depot für Kinder - Fakten & Tipps

Ich hoffe zwar nicht, dass es so ist, aber falls dir die ganze Sache mit dem Depot, ETFs & Co. zu kompliziert ist, dann könnte ein Robo Advisor eine mögliche Alternative oder auch Ergänzung zum Depot für dein Kind sein.

Was ist das nun schon wieder? 🤔

Ein Robo Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung, die auf Algorithmen basiert. Da sitzt dann eben kein echter Mensch, der entscheidet, in welche Aktien, Anleihen oder Rohstoffe die Investition geht, sondern das wird von einem Algorithmus erledigt.

Dazu kannst du dir vor der Geldanlage eine Anlagestrategie mit Hilfe des Robo Advisor überlegen. Die variiert je nach monatlicher Sparrate, Risiko und Laufzeit.

Das Ganze kostet natürlich auch wieder Geld – also einen Teil der Rendite. Auch wenn dieser Teil verhältnismäßig klein ist, sind es dennoch Prozentpunkte, die dir am Ende deiner Rendite flöten gehen. Diese Kosten findest du in Robo Avisor Vergleichen unter dem Punkt VVG = Vermögensverwaltungsgebühr aufgelistet.

Klar, es ist natürlich einfacher, ein Risikolevel und eine Anlagestrategie zu bestimmen, dafür ein paar Prozent der Rendite abzudrücken und sich so gar nicht um irgendwas kümmern zu müssen. Das ist immer noch besser, als gar nichts zu tun und gar keine Rücklagen für dein Kind zu haben.

Andererseits: wenn du schon dabei bist, dich mit der Geldanlage für dein Kind zu beschäftigen. Probier es erstmal aus, dich mit ETFs und meinem kinder.spartopf.plan zu beschäftigen und so selbst einen gute finanzielle Basis für dein Kind zu kreieren, die für eure Rahmenbedingungen und Wünsche passt.

Wenn dich die Sache mit dem Robo Advisor dennoch interessiert, folgt hier demnächst ein Artikel dazu 😉 .

Du hast Fragen? Tipps? Oder andere Ideen? Dann immer her damit. Schreib mir deine Gedanken einfach in die Kommentare!

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