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10 wichtige Geld-Tipps für alle Eltern

Du willst wissen, was du konkret finanziell für dein Kind tun kannst? Wie du deinem Kind die Sache mit dem Geld beibringst und einen guten finanziellen Grundstein legst? Dann steig jetzt ein und los gehts mit den 10 wichtigsten Geld-Tipps für Eltern. 

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Wir Eltern sind natürlich alle von Sekunde 1 an sehr bemüht um das Glück und Wohlbefinden unserer Kinder. Und sicher fragst du dich auch hin und wieder, was du denn insbesondere finanziell vielleicht für dein Kind tun kannst. Vielleicht, dass du eine bestimmte Versicherung abschließen solltest? Oder endlich auch den Sparplan für dein Kind umsetzt, der schon ziemlich lange auf dem Tisch rumliegt? Natürlich sind das alles super wichtige Dinge. Aber bevor du die nächste Versicherung abschließt, möchte ich dir hier 10 Geld-Tipps an die Hand geben, die ich als besonders wichtig für alle Eltern und ihre Kinder empfinde. 

1. Achte auf deine Gedanken & deine Haltung zu Geld

Starten wir mit der Nummer 1: Achte auf deine Gedanken und deine Haltung zum Thema Geld. Denn egal was du tust, du bist immer ein Vorbild für dein Kind. Und dein Kind wird besonders in den jungen Jahren Gedanken, Handlungen und Emotionen ungefiltert von dir übernehmen. Auch, wie du über Geld sprichst, denkst und wie du damit umgehst. Denn eins ist sicher: Unsere Denkweise zu Geld hat uns als Erwachsene sehr fest im Griff. (Stichwort: Money Mindset)

Vielleicht denkst du derzeit, Geld ist unwichtig oder es verdirbt den Charakter? Dann wird es vermutlich auch das sein, was dein Kind von dir lernt. Ist das schlimm? Nunja, in gewisser Weise schon. Denn vielleicht führt genau das irgendwann dazu, dass dein Kind mal eine gute Gehaltsverhandlung sausen lässt, weil Geld eben nicht wichtig ist, oder dein Kind keinen Wert darauf legt fürs Alter vorzusorgen.

Und ich schätze, das ist nicht unbedingt das, was du dir für dein Kind später wünschst. Also, achte auf deine eigenen Gedanken und deiner Haltung zu Geld, denn das ist, was du wörtlich oder im Subtext vermittelst.  

2. Reflektiere, wie du über Geld sprichst

Und das führt uns direkt auch zu Punkt Nummer 2: Reflektiere, wie du mit deinem Kind oder im Beisein deines Kindes über Geld sprichst. Denn, klar, unsere Denkweise beeinflusst natürlich auch, wie wir über Geld reden.

Führt Geld bei euch vielleicht oft eher zu Gesprächen, die negativen belastet sind? Dann wird dein Kind diese Emotionen möglicherweise mit dem Thema Geld verknüpfen, vielleicht Ängste oder Glaubenssätze entwickeln, die später absolut nicht hilfreich sind, um selbst einen guten Umgang mit Geld zu pflegen.

Beispielsweise könnte bei deinem Kind hängen bleiben: “Meine Eltern hatten auch immer Schulden. Schulden sind schon nicht so schlimm.”. Was meinst du, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dann ist, dass dein Kind irgendwann verschuldet ist? 

Selbstverständlich hilft es auch nicht, Geldprobleme zu verschweigen oder schön zu reden. Aber vielleicht ist es genau dann einen Versuch wert, das Problem an sich objektiv für dich zu reflektieren und deinem Kind dann altersgerecht zu erklären, sodass es die Zusammenhänge verstehen kann statt nur zu hören, wie schlecht es beispielsweise um euer Geld bestellt ist. 

Genauso ist es andersherum wenig hilfreich, wenn Geld wortlos einfach immer nur da ist und ausgegeben werden kann und es gar keinen Kontext dazu gibt. Also, deinem Kind vielleicht gar nicht klar ist, dass man arbeiten geht, seine Lebenszeit einsetzt, um Geld zu verdienen. Auch das wird deinem Kind später wenig hilfreich sein, um eine Wertvorstellung von Geld zu entwickeln. 

3. Ermögliche Übung in altersgerechten Facetten

Selbst wenn dein Kind noch in der Kita ist, ist ein gewisses Üben im Umgang mit Geld möglich. In erster Linie geht es dabei darum, Geld als Tauschmittel greifbar zu machen.

Also beispielsweise, dass dein Kind verstehen lernt: Meine Eltern gehen arbeiten und bekommen dafür Geld. Und wir gehen einkaufen und bezahlen dafür Geld.

Meist bezahlen wir heute viel mit Karte. Da ist Geld natürlich nicht wirklich sichtbar. Daher kann es helfen, einfach mal verschiedene Geldstücke auf den Tisch zu legen und deinem Kind zu zeigen, wieviel jedes Geldstück oder jeder Geldschein wert ist, indem du zeigst oder erklärst, was man für jenes Geldstück bekommen könnte.

Du könntest deinem Kleinkind auch ein ausrangiertes Portemonnaie geben, dort ein paar Geldstücke hineinlegen und es bitten, das nächste Eis, mal selbst zu bezahlen. Wie gesagt, es geht nicht darum, dass dein vierjähriges Kind schon selbst rechnet, sondern lediglich den Tauschvorgang Eis gegen Geld mal selbst erlebt. Vielleicht bemerkt es auch, dass es sogar Geld zurück bekommt.

Für kleine Kinder kann das eine aufregende Erfahrung sein. Spielerisch und unbefangen. Genauso könntet ihr eurem Kind auch einfach ein Sparschwein zulegen und wenn es mal Geld geschenkt bekommt oder Geld findet, könnt ihr ausmachen, dass jenes Geld in das Sparschwein geworfen wird. 

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass für Kleinkinder transparente Spardosen meist besser sind, als die typischen undurchsichtigen Sparschweine. Denn darin verschwindet das Geld irgendwie und ist dann wieder nicht sichtbar. Schöner ist es, wenn man zeigen kann: „Schau mal, wie viel Geld schon in deiner Spardose ist.“ 

Mit größeren Kindern lassen sich natürlich noch ein paar mehr Übungen in den Alltag integrieren. Das beginnt beim Taschengeld und geht bis hin zum ersten Kinderkonto, Kinderdepot oder auch Spiele, die mit Geld zu tun haben – Monopoly ist hier vermutlich ein Klassiker, aber es gibt auch andere schöne Spiele mit denen ihr üben könnt. 

4. Betrachte finanzielle Bildung unbedingt als deine elterliche Aufgabe

Finanzen und Geld sind leider kein fester Bestandteil der Unterrichtspläne. Sicher geht es in Mathe mal um den Zinseszins oder in gesellschaftlich orientierten Fächern auch mal um Währungen oder Steuern.

Aber finanzielle Bildung ist und bleibt eine elterliche Aufgabe und ich kann dich nur bitten: nimm diese Aufgabe an. Lerne in diesem Zuge vielleicht auch einfach für dich und deine Finanzen dazu und nutze dieses Wissen, um es altersgerecht an dein Kind zu vermitteln. 

5. Lebe vor, wie man finanzielle Ziele erreicht

Nämlich durch das Grundprinzip: Sparen statt Schulden. Schulden sind hierzulande für viele Familien ein echter Fluch. Hier mal ein paar Zahlen.

Im Jahr 2019 lebte in 35% der überschuldeten Haushalte mindestens ein Kind. Laut SchuldnerAtlas waren im Jahr 2019 3,46 Millionen Haushalte verschuldet. Rechnen wir das mal kurz durch, landen wir bei circa 1,2 Millionen überschuldeten Haushalten, in denen Kinder aufwachsen. Und das ist für mich Grund genug, um Kindern jenes Prinzip „Sparen statt Schulden“ von Grund auf mitzugeben und dazu gehört auch: vorleben.

Stell dir vor, ihr wollt euch als Familie etwas besonderes anschaffen. Dann besprecht das doch auch gern mit euren Kindern, wie ihr das erreichen wollt und könnt. Beispielsweise, indem ihr einen gesonderten Spartopf dafür anlegt und darin eine gewisse Zeit spart, bis ihr das Geld für euren Wunsch zusammen habt.

Also: Vermeide Schulden und lebe vor, wie man sich durch Sparen & gute Gewohnheiten Wünsche erfüllen kann.

6. Jeder Wunsch bekommt eine eigene Spardose

Je älter die Kinder werden, umso größer werden meist auch die Wünsche. Und so wie ich es Eltern in meinem Programm Familienfinanzen meistern empfehle, verschiedene Töpfe für verschiedene Rücklagen und finanzielle Ziele in Form von Konten und Depots zu bilden, ist es auch für Kinder hilfreich, je Wunsch eine Spardose oder einen Spartopf anzulegen.

Die Spardose kann man auch sehr gern basteln und den Wunsch so vielleicht auch visuell darstellen. Dein Kind wird dadurch aber definitiv ein paar Dinge mitnehmen: Erstens lernt dein Kind dadurch seine Wünsche eigenständig zu priorisieren. Außerdem ist dadurch glasklar, wie hoch der Geldwert für welchen Wunsch sein muss und welchen Wunsch sich dein Kind vielleicht schon bald erfüllen kann und wofür es vielleicht noch sparen muss. Und mindestens genauso wichtig: Dein Kind lernt, dass es selbst imstande ist, sich Wünsche zu erfüllen. Es ist also handlungsfähig. 

7. Sparen für später – hilfreiche Gewohnheiten etablieren

Wo wir gerade dabei sind, uns mit Sparzielen und Spartöpfen zu befassen, hier auch gleich noch Tipp Nummer 7: Sparen für Später – hilfreiche Gewohnheiten etablieren.

Bis jetzt ging es ja eher darum, Geld zu sparen, um es später auszugeben. Für noch viel wichtiger halte ich die Gewohnheit, Geld zu sparen, um es zu vermehren. Denn diese Gewohnheit brauchen wir später, um uns als Erwachsene ein starkes und solides finanzielles Fundament aufzubauen – nicht zuletzt fürs Alter.  Und sind wir ehrlich: Den meisten Erwachsenen fällt das unheimlich schwer. 

Hierzu eine kleine Idee, die du anwenden kannst, um die Gewohnheit an sich zu etablieren. Du könntest mit deinem Kind vereinbaren, dass es neben den Spartöpfen für Wünsche auch eine Art Goldtopf – oder eine Schatzkiste, nennt es wie ihr wollt, gibt. Aus diesem Goldtopf wird niemals Geld herausgenommen und das Geld darin wird auch niemals verwendet, um etwas zu bezahlen. Der Goldtopf ist einfach nur da, damit sich das Geld darin vermehrt. Und wie macht es das? Na Klar, über Zinsen. 

Da diese Zinsen nun keine Bank zahlt, müsst ihr als Eltern ran. Nimm mal an, dein Kind bekommt im Monat 20 Euro Taschengeld. Ihr vereinbart, dass von diesen 20 Euro immer 10% – also 2 Euro in den Goldtopf kommen. Und sobald die 2 Euro gespart wurden, legt ihr als Eltern meinetwegen 5% Zinsen auf die Gesamtsumme im Goldtopf drauf.

Im ersten Monat sind das lediglich 10 Cent, aber in den darauffolgenden Monaten wachsen die Zinsen – und damit der Goldtopf eures Kindes (Stichwort an der Stelle Zinseszins) – heißt, euer Kind bekommt im 12. Monat schon 1,20 Euro Zinsen.

Welche Beträge ihr genau verwendet, ist natürlich euch überlassen. Es ist auch vollkommen klar, dass dein Kind vermutlich noch nicht viel  mit dem Thema Altersvorsorge anfangen kann und das soll es auch nicht. Hier geht es nur um das Üben einer Gewohnheit mit der – nennen wir es “Belohnung”, dass sich der Goldtopf über elterliche Zinsen vermehrt.

Manchen Kindern genügt die Erklärung, dass der Goldtopf helfen wird oder sie ihn nutzen können, wenn sie groß sind. Reicht das nicht, dann lasst eurer Kreativität freien Lauf. Seid euch nur bewusst, dass ihr hiermit eine wirklich wichtige Gewohnheit übt, die eurem Kind später enorm helfen kann. 

8. Legt als Eltern frühzeitig Geld für eure Kinder an

Und ganz abgesehen davon, dass eurer Kind sparen lernen sollte, hier nun auch Tipp Nummer 8: Legt auch als Eltern frühzeitig Geld für eure Kinder an. Ich kann es wirklich nicht oft genug betonen und erwähnen, dass die Zeit euer treuester Helfer in Sachen Vermögensaufbau ist – hier auch wieder das Stichwort Zinseszins. 

Und im Hinblick auf die Geldanlage für Kinder kommt es fürs erste gar nicht so sehr darauf an, dass ihr extrem viel für eure Kinder spart, sondern dass ihr vor allem einen extrem langen Zeithorizont nutzt.

Das gibt euch als Eltern die Möglichkeit, auch in Anlagen wie Aktien oder ETFs zu investieren, weil das Risiko eines Wertverlustes mit einem Zeithorizont von mindestens 18 Jahren statistisch minimiert wird. 

Ihr könnt jene Sparbeträge beispielsweise über ein Kinderdepot in einen ETF-Sparplan laufen lassen, den ihr bespart, bis euer Kind 18 Jahre alt ist. Das ist eine Möglichkeit von vielen.

Wichtig für dich ist zu wissen: Je früher du damit beginnst, Geld für dein Kind anzulegen, umso stärker kannst du vom Zinseszins profitieren und auch Wertpapiere als Anlagemöglichkeit nutzen, ohne zu stark ins Risiko zu gehen. 

9. Entwickle Verständnis für einen hilfreichen Geldfluss

Was meine ich damit? Das hatten wir schon im Ansatz: Statt nur zu vermitteln, dass man Geld verdienen muss, um es auszugeben, ist der richtige Ansatz für Finanzielle Sicherheit vielmehr: Geld verdienen, Geld behalten, Geld vermehren.

Wir geben also durchaus auch Geld aus, legen Fokus aber darauf, unser Geld so zu lenken, dass wir es behalten und vermehren können. Denn nichts anderes tun wir im Bereich Vermögensaufbau. Und es kann durchaus hilfreich sein, Kindern genau das auch schon recht früh zu vermitteln statt nur zu erklären, dass man arbeitet, um Geld zu verdienen und es dann ausschließlich für Dinge ausgibt. 

10. Kommuniziere offen & erkläre viel

Bei all dem, versuche ganz besonders in der Kommunikation mit deinem Kind Geld nicht zum Tabu zu machen. Du kennst es sicherlich das berühmte “Über Geld spricht man nicht”. Klar, niemand muss mit der Klassenlehrerin oder dem Erzieher über den Kontostand der Eltern reden, aber die Kommunikation zwischen euch als Eltern und euren Kindern sollte da nicht auf einem Tabu basieren. Vielmehr ist es hilfreich, Zusammenhänge offen zu erklären und zu schildern – Kinder verstehen manchmal mehr als man erst glaubt. 

Du hast Fragen, Tipps oder andere Ideen? Immer her damit!