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Wie führe ich ein Haushaltsbuch?

5 Schritte zum passenden Haushaltsbuch

Viele wissen bereits: Ein Haushaltsbuch zu führen, kann ein super Tool sein, um besser mit dem eigenen Geld umzugehen. Ebenso stellt sich aber die Frage: Wie führe ich ein Haushaltsbuch richtig? Wie kann es mir optimal helfen, mein Geld besser zu überblicken und Ausgaben zu optimieren? Das zeige ich dir hier!

Die passende Form wählen

Es gibt etliche Arten ein Haushaltsbuch zu führen. Da wären einerseits Stift und Papier. Dann gibt es Haushaltsbuch-Apps, aber auch Excel und Google Sheets, aber auch Programme für Mac und PC. Die für dich passende Form zu finden, kann etwas dauern.

Ich dachte zu Beginn, dass eine App super für mich wäre. Einfach zu handhaben, immer dabei. Mit der Zeit stellte ich aber fest: Das ist nicht die richtige Lösung für mich.

Einerseits kosten diese Apps nach einer Testphase ebenfalls Geld und ich war und bin nicht bereit, dafür monatlich 10 Euro auf den Tisch zu legen. Andererseits hatte so ziemlich jede Haushaltsbuch-App eine Struktur, die dann doch nicht so gut zu meinen Bedürfnissen passte. Außerdem ging es mir (und dir vielleicht auch) darum, ein Haushaltsbuch zu führen, um die Familienfinanzen zu überblicken und dazu gehören eben nicht nur meine Ausgaben, sondern die der ganzen Familie. Also verwarf ich die Sache mit den Apps wieder und machte mich daran, ein eigenes Haushaltsbuch in Excel zu entwickeln.

Was in Excel funktioniert, geht auch mit Google Sheets – das ist eine Tabellenkalkulation von Google, die sehr Excel ziemlich ähnlich ist. Beides kann man mittlerweile auch auf dem Smartphone bearbeiten. Insofern ist man mit Excel und Google Sheets genauso mobil wie mit einer Haushaltsbuch-App.

Stift und Papier finde ich zwar auch gut. Allerdings werte ich Zahlen auch gern grafisch aus. Und das funktioniert mit Excel oder Google Sheets einfach mal wunderbar. Insofern war das die Form meiner Wahl. Und vielleicht auch deine?

Haushaltsbuch – Struktur aufbauen

Bevor ich ein eigenes Haushaltsbuch erstellt habe, stellte ich mir die Frage, was ich damit denn eigentlich erreichen möchte? Klar, ich möchte Überblick über meine Finanzen gewinnen. Aber ich möchte eben auch wissen, in welchen Bereichen ich vielleicht unnötig viel Geld ausgebe. Und da ich das durch ein Haushaltsbuch erkenne, habe ich die Möglichkeit, jene Ausgaben besser im Blick zu behalten und zu reduzieren. Mein übergeordnetes Ziel dabei ist nach wie vor: Mehr Geld zu behalten, um es anzulegen und zu vermehren. Vielleicht ist das auch dein Wunsch?

Auf dieser Basis überlegte ich mir eine Struktur, die relativ simpel sein sollte, aber dennoch genügend Aufschluss darüber gibt, wofür ich Geld ausgebe.

Meine grobe Struktur lautet daher:

  • Einnahmen
  • Fixe Ausgaben
  • Variable Ausgaben
  • Rücklagen
  • Sparbeträge für Vermögensaufbau

Im Grunde ist diese Struktur so einfach, dass sie für so ziemlich jeden passt.

Sinnvolle Kategorien bilden

Abgeleitet aus dieser groben Struktur kannst du dir nun Kategorien überlegen, die für dich bzw. deine Familie passen und dir Aufschluss über eure persönlichen Ausgabenbereiche geben. Klar, es gibt durchaus Kategorien, die bei jedem anfallen, wie beispielsweise Miete andere Wohnkosten und Lebensmittel.

Kategorien für fixe Ausgaben

Fixe Ausgaben sind alle Ausgaben, die vorerst nicht veränderlich sind. Mittel- oder langfristig lassen sich auch fixe Ausgaben reduzieren. Meist ist das aber nicht ohne weiteres möglich.

Dazu zählen unter anderem folgende Ausgaben:

  • Miete / Wohnkosten
  • Strom
  • Telefon / Internet
  • Kita- oder Schulgebühren
  • Fitnessstudio / Verein
  • ÖPNV Tickets
  • Streaming & andere Abos
  • Bankgebühren
  • Versicherungen
  • GEZ
  • Kredit- oder Leasingraten
  • ..

Wie du daraus vielleicht erkennst, fallen manche fixen Kosten monatlich an, während andere nur quartalsweise, halbjährlich oder jährlich bezahlt werden müssen. Das kannst du in deinem Haushaltsbuch insofern beachten, indem du fixe monatliche Ausgaben und fixe unregelmäßige Ausgaben unterscheidest. Das ist aber kein Muss.

In meinem Talerplaner und meinem persönlichen Haushaltsbuch wird das so unterschieden, was meine Finanzplanung unheimlich vereinfacht und ich Planungssicherheit gewinne.

Kategorien für variable Ausgaben & Budgets

Bei den variablen Ausgaben handelt es sich hingegen um Ausgaben, die sich jeden Monat mehr oder weniger stark verändern können.

Aus diesem Grund legen viele hierfür auch Budgets fest. Damit ist es einfacher ersichtlich, ob man für einen Bereich mehr oder weniger ausgegeben hat, als geplant. Budgets können zudem Orientierung geben, ob du dir gewisse Dinge noch leisten kannst oder solltest. Angenommen, du warst in diesem Monat schon drei Mal auswärts Essen und hast dein Budget hierfür schon ausgereizt, dann solltest du das vierte Mal vielleicht besser auf den nächsten Monat schieben, statt dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist.

Das können beispielsweise folgende Bereiche sein:

  • Lebensmittel
  • Hygiene
  • Freizeitausgaben
  • Auswärts Essen
  • Kleidung
  • Bücher und Bildung
  • Wohnen und Garten
  • Geschenke
  • Gesundheit
  • Auto / Tanken
  • Hobby

Wie erfasse ich meine Ausgaben fürs Haushaltsbuch?

Ich führe nun schon seit einigen Jahren ein Haushaltsbuch in Excel. Mein Workflow widerspricht möglicherweise der weit verbreiteten Meinung, man müsse alles am besten in bar zahlen, um den Wert des eigenen Geldes haptisch zu realisieren und sein Geld im Griff zu haben. Ich sehe und handhabe das anders.

Ich empfinde Bargeld als umständlich. Ich muss es erst irgendwo aus einem Bankautomaten ziehen, um dann zu hoffen, dass ich immer genügend dabei habe. Außerdem müsste ich so jede kleine Bargeldausgabe irgendwo notieren. Nervig.

Deshalb zahle ich so ziemlich alles mit Karte. Wohlgemerkt: Bankkarte (!), nicht Kreditkarte (!).

So kann ich mich am Monatsende entspannt vor mein Online Banking setzen, mir meine Kontoumsätze ansehen und diese super easy in mein Haushaltsbuch eingeben. Et voilà. Fertig ist die Monatsauswertung. Ohne, dass ich dafür ständig Stift und Zettel oder eine App benötige. Das dauert kaum noch 15 Minuten und mein Haushaltsbuch für einen Monat ist fertig.

Beständigkeit

Extrem wichtig bei der ganzen Sache: Du musst es regelmäßig tun. Das bedeutet meist: Monatlich.

Es nützt natürlich nicht viel, wenn du im Januar mal ein Haushaltsbuch führst, das dann drei Monate schleifen lässt und anschließend mal wieder einen Monat erfasst. Hast du dann etwas gewonnen? Nein.

Die Magie kommt mit der Beständigkeit ;-). Du kannst dir dazu einfach einen monatlichen Termin auf jeden Monatsanfang in deinem Smartphone abspeichern. So wirst du automatisch daran erinnert, dein Haushaltsbuch für den vergangenen Monat zu erledigen.

Nutzen ziehen: Was sagt mir mein Haushaltsbuch?

Denn du willst schließlich etwas wissen. Weißt du noch? Wir wollten ursprünglich ja einen Überblick gewinnen. Wir wollten wissen, wofür wir Geld ausgeben und ob es Ausgaben gibt, die vielleicht total sinnlos sind. Wir wollen das Geld lieber behalten (und anlegen), statt es für das dritte Streaming-Abo rauszuhauen.

Also, sammle deine Zahlen für ein paar Monate und du wirst sehr schnell sehen, wo deine persönlichen schwarzen Löcher liegen. Aus dem Nähkästchen geplaudert. Bei mir waren das vor allem:

  • Bankgebühren
  • Zeitschriften-Abos
  • Streaming-Dienste
  • Nebenbei-Shopping-Ausgaben für Klimbim und Kleidung

Was habe ich gemacht? Bankkonto gekündigt und gewechselt. Alle kaum genutzten Zeitschriften und Streaming-Dienste gekündigt. Budgets für Shopping und Kleidung festgelegt. Damit fahre ich nun super und mir fehlt tatsächlich nichts ;-).

Fokus bringt Lerneffekt

Wenn du damit beginnst, wirst du sehr schnell von selbst merken, allein der Fokus auf deine Ausgaben führt bereits dazu, dass du besser mit deinem Geld umgehst.

Der Trick ist: Einfach mal machen und anfangen!

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

PS: Falls du keine Lust hast, dir mühsam ein eigenes Haushaltsbuch zu erstellen, wirf doch mal einen Blick in meinen Talerplaner (Haushaltsbuch für Excel).

Du hast Fragen, Tipps oder andere Ideen? Immer her damit!