Rendite, Zinsen, Dividende & Ertrag

Geht´s um Geld und Geldanlagen ist ständig von Dividenden, Zinsen, Renditen und Erträgen die Rede. Doch was ist eigentlich was? Und ist das am Ende nicht eh alles das Gleiche? Warum diese 4 Dinge am Ende doch nicht einfach so austauschbar sind und worauf es zu achten gilt, erfährst du hier und jetzt.

Zinsen

In der Wirtschaft sind Zinsen eine Art Entgelt dafür, dass du dein Geld bei einer Bank in einem bestimmten Produkt hinterlegst.

Üblicherweise werden Zinsen p.a. – also per anno = pro Jahr – angegeben. Damit sind sie auch besser vergleichbar und gut zu berechnen.

Nimmst du einen Kredit auf, zahlst du natürlich auch Zinsen. In diesem Fall ist das ein Entgelt für die Bank, die dir Geld leiht. Also zusätzliches Geld, dass du an die Bank bezahlst.

Sprechen wir aber über Zinsen bei Geldanlagen, dann ist das ein Entgelt, das dir gutgeschrieben wird, weil du der Bank sozusagen Geld leihst, indem dein Geld dort auf einem Konto angelegt ist.

In diesem Zuge spricht man auch oft vom Zinseszins oder Zinseszinseffekt. Dieser Effekt tritt in der Entwicklung von Zinsen über einen langen Zeitraum ein, wobei durch Zinsgutschriften Zinsen auf Zinsen gezahlt werden und sich dein Vermögen so exponentiell entwickeln kann.

Rendite

Die Rendite ist zwar nicht etwas völlig anderes als der Zins, berechnet sich aber aus anderen Faktoren. In erster Linie ist sie meist auch eine Prozentzahl, die zwar oft auch auf jährlicher Basis berechnet und angegeben wird, aber eigentlich den Gesamterfolg einer Kapitalanlage definiert.

Die Rendite berechnet sich ohne die Berücksichtigung eines Zeitraums wie folgt:

Rendite = (Ertrag – Kosten) / eingesetztes Kapital

Rendite in % = ((Ertrag – Kosten) / eingesetztes Kapital) * 100

Beispiel: Du kaufst für 100 € Aktien und verkaufst diese einige Zeit später für 280 €. Kauf und Verkauf kosten insgesamt 10 €. Deine Rendite dieser Kapitalanlage errechnet sich wie folgt:

Rendite = (280 – 10)/100 = 2,7

Rendite in % = 2,7 * 100 = 270 %

Ob du die Rendite lieber als Dezimalzahl oder Prozentzahl berechnest, ist dir überlassen.

Bitte beachte dabei, dass es sich hierbei um die Bruttorendite handelt. Steuern, Inflation und andere Einflussgrößen sind in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt.

Außerdem gilt die obige Rendite-Formel ausschließlich für Aktien, Anleihen, Fonds und Unternehmensbeteiligungen ohne Ausschüttungen oder Auszahlungen. Dafür gibt es diverse andere Formeln.

Dividende

Dividenden hingegen bekommst du nur, wenn du Aktien bestimmter Unternehmen besitzt, die Dividenden ausschütten oder in Fonds investiert hast, die Dividendenaktien beinhalten.

Solche Aktien nennt man Dividendenaktien.

Ein Unternehmen erwirtschaftet also Gewinn und dieser Gewinn zu einem Anteil an die Aktionäre ausgeschüttet. Wenn du mindestens eine Aktie besitzt, bist du auch Aktionär und somit wird anteilig auch eine Dividende an dich ausgezahlt.

Mehr zu Dividendenaktien erfährst du hier.

Ertrag

Ein Ertrag ist immer ein finanzieller Nutzen, ein Gewinn. Ist der Ertrag negativ, spricht man von Verlust.

Dabei ist es völlig egal, aus welcher Quelle der Gewinn stammt. Erträge können Zinsen auf Festgelder, Renditen aus Fonds oder Dividenden aus Aktien sein.

Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge

All diese Kapitalerträge sind im Rahmen des Einkommensteuergesetzes zu versteuern. Wie genau das funktioniert, was versteuert wird und wie du den Sparerpauschbetrag nutzen kannst, erfährst du hier in meinem Artikel „Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge & Sparerpauschbetrag

Du hast Fragen? Tipps? Oder andere Ideen? Dann immer her damit. Schreib mir deine Gedanken einfach in die Kommentare!

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